Lettischer Literaturabend mit

Mittwoch,

15. Mai 2018, 20.30 Uhr

Gundega Repše

 

Gundega Repše absolvierte 1985 die Fakultät für Kunstgeschichte und – theorie der Kunstakademie Lettlands und wurde zunächst Kunstwissenschaftlerin. Ihre ersten Veröffentlichungen erschienen 1979, als ihre Erzählung “Kamielis Vecrīgā” (dt: „Das Kamel in der Altstadt von Riga“) in der Zeitschrift “Literatūra un Māksla” (dt.: Literatur und Kunst) abgedruckt wurde. Diesem folgt 1987 ihr erstes Erzählungsband “Koncerts maniem draugiem pelnu kastē” (dt.: „Konzert für meine Freunde in einer Aschekiste“), mit dem sie als seriöse Schriftstellerin debütierte. Dieses Werk war ein Aufruf zu Wahrhaftigkeit und Individualität in einer Zeit voller grauen Einheitlichkeit und Gesichtslosigkeit der Sowjetzeit. Diese farbenreiche, mutige Prosa wurde zum Markenzeichen von Repše und zeichnet die Schriftstellerin noch immer aus. 

 

Die Schriftstellerin Repše hat während ihrer Schaffenszeit eine Reihe von Romanen (“Ugunszīme”, “Ēnu apokrifs”, “Sarkans”, Zyklus “Smagais metāls” u. a.), Erzählungsbänder (“Septiņi stāsti par mīlu”, “Šolaiku bestiārijs”, “Stāsti par mācekļiem” u. a.) und biographischen Essays über andere Künstler und Schriftsteller (“Pieskārieni: Kurts Fridrihsons”, “Tuvplāni: Džemma Skulme”, “Brālis: Ojārs Vācietis” u.a.) verfasst. Das Thema der letzten Arbeit der Schriftstellerin ist die herbe Schicksalsgeschichte über die Vertreibung  –  der Roman “Bogene”, der im Rahmen des von ihr mit initiierten Zyklus zur 100-Jahre-Feier Lettlands “Wir. Lettland. XX. Jahrhundert” erschienen ist.

 

Gundega Repše vor dem Ypsilon